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Meine
Supervision für KörperPsychotherapeuten, Körpertherapeuten und benachbarte
Gebiete behandelt drei Bereiche:
den Klienten,
den Therapeuten,
die Beziehung beider
zueinander.
Die Arbeit mit den Klienten
Das
in Ausbildungen einmal Gelernte ist oft nur schwer auf den therapeutischen
Alltag übertragbar. Warum ist das so?
1.
Jede Ausbildung besitzt einen hohen Selbsterfahrungsanteil. Wenn ich "im
Prozeß bin" wird einiges an Theorie und Praxis nicht so aufgenommen, wie
es für die Umsetzung im Therapiealltag nötig wäre. Deshalb werden wir
die wichtigsten Konzepte der Körperpsychotherapie im allgemeinen und der
Biosynthese im
besonderen auf den zu supervidierenden Klienten anwenden. Das weist immer
wieder auf vergessene und ungenutzte Möglichkeiten hin, die wir noch in
unsere Arbeit mit Klienten integrieren können.
2.
Im therapeutischen Alltag stehen wir plötzlich nicht mehr unseren oft
bereits über lange Jahre therapieerfahrenen, "aufgeweichten" und in gewissem
Maße "durchgearbeiteten" Mitstudenten, den "Luxusklienten", gegenüber,
die sich zudem auch noch in der Sondersituation eines Wochenendworkshops
oder gar einer ganzen Ausbildungswoche befinden und sich dementsprechend
viel offener auf Sitzungen einlassen.
Sondern jetzt kommen die Klienten vielleicht gerade aus einem langen und
hektischen Arbeitstag oder haben ihn noch vor sich, müssen eventuell 30
Minuten nach Therapieende
einen Termin mit Geschäftspartnern absolvieren, gleich an die Uni fahren
oder als Tischler eine Stunde später wieder mit gefährlichen Maschinen
umgehen.
Oft
sind es Therapieanfänger mit starken körperlichen Widerständen oder "Alt-Klienten",
die schon vieles "gemacht" haben, die auch alles "mitmachen", aber bei
denen sich nichts verändert. Wie können hier die Methoden der Somatischen
Psychotherapie - Biosynthese dennoch fruchtbar sein und vor allen Dingen
auf Langzeitprozesse angewandt werden?
3. In Ausbildungen werden meist viele Konzepte nacheinander gelehrt und
angewandt. Es ist währenddessen oft nicht leicht, dem roten Faden zu verfolgen.
Der Supervisionskurs dient deshalb auch dazu, die Verknüpfungen und Zusammenhänge
noch einmal zu verdeutlichen.
Die
Arbeit mit den Therapeuten Supervision soll dem Therapeuten immer wieder
Gelegenheit geben, die eigenen Reaktionsmuster auf Klienten bewußter wahrzunehmen
und herauszufinden, was in ihr oder ihm dadurch angesprochen und ausgelöst,
gefördert oder verhindert wird.
Auch
das Feedback von Gruppenmitgliedern hilft, vorhandene blinde Flecken zu
erkennen. Diese Auseinandersetzung mit sich selbst erfordert viel Respekt
im Umgang miteinander und klare Grenzen in der gegenseitigen Kommunikation.
Supervision
bedeutet immer auch die Beschäftigung mit dem eigenen Selbstwertgefühl
als Therapeut, aber natürlich auch überhaupt. Dadurch werden oft Schamgefühle,
alte Verletzungen und Kränkungen aktiviert. Ich
möchte hier einerseits unterstützen und Ängste reduzieren helfen, andererseits
jedoch keine schwierigen Aspekte vermeiden. Die Beziehung von Therapeut
und Klient Viele Therapien stocken, wenn die genannten Aspekte nicht genügend
verstanden werden und Ratlosigkeit bei Interventionen entsteht. Supervision
ist deshalb ein kreativer Ort.
Hier
ist der Ort, die Konzepte der Körperpsychotherapie im allgemeinen und
der Biosynthese im besonderen wieder frisch und schöpferisch anzuwenden.
Fast alle ernstzunehmenden Therapierichtungen stimmen darin überein, daß
letztlich nicht die Methode,
sondern die Beziehung zwischen Therapeut und Klient heilsam ist. Hier
können wir neu unsere Genauigkeit und Flexibilität in Wahrnehmung und
Perspektive üben und das Repertoire an Strategien erweitern. Dh., wir
selbst sind der wichtigste therapeutische Faktor unserer Arbeit. Klinisch
gesehen stehen hier Themen im Vordergrund wie Übertragung und Gegenübertragung
positiver oder negativer Art; die Angst des Therapeuten vor dem Körper
oder der Psyche oder der Seele usw. Supervision ist aus meiner Erfahrung
auch ein Ort tiefen Kontaktes mit Kollegen in Freude und Trauer, in Angst
und Ärger, aber auch in Lust und Fröhlichkeit.
Sie
ist vor allen Dingen aber ein Raum für das Erscheinen des Paradoxons der
unendlichen Kompliziertheit bei gleichzeitig überraschender Einfachheit
der Welt am Beispiel von Körperpsychotherapie.
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